Donnerstag, 16. Juli
Wir machen eine kleine Reise in die Niederlande, genauer gesagt in die Provinz Süd-Holland. Wir fahren mit dem PKW nach Den Haag, wo wir im „Mercure Hotel Den Haag Central“ ein Zimmer reserviert haben. Das Hotel liegt ideal: Im Zentrum der Altstadt, und noch dazu haben wir in unmittelbarer Nähe eine Straßenbahn- und eine Bushaltestelle. Auch mit der Freundlichkeit beim Empfang und mit der Sauberkeit des Zimmers sind wir voll zufrieden.

Hotel Mercure

Kurz etwas ausruhen – wir haben ja immerhin 660 km zurückgelegt -, dann machen wir uns auf die Piste.
Wir befinden uns wirklich mitten im trubligen Zenturm und Den Haag ist uns sofort sympathisch.

Hotel Mercure
Man sieht viel Kunst in den Straßen

Den Haag hat ein ausgezeichnetes Nahverkehrssystem. Es fahren viele Busse und Straßenbahnen in hoher Taktfrequenz.

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Die zentrale Straßenbahn-Haltestelle liegt unterirdisch

Das niederländische Parlament tagt im sogenannten „Binnenhof„:

Binnenhof – Blick auf den Rittersaal
Binnenhof

Faszinierend ist das hier anzutreffende Miteinander von alter und moderner Bausubstanz. Den Haag ist Regierungshauptstadt der Niederlande. Die Ministerien finden Platz in – wie ich finde – nicht unschön gestalteten Hochhäusern.

Binnenhof mit Hofweiher – im Hintergrund die Gebäude der Ministerien
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Vor unserer Rückkehr ins Hotel finden wir in Den Haags Chinatown ein Restaurant, in dem wir gut und günstig essen.

Chinatown

Freitag, 17. Juli
Wir fahren mit der Straßenbahn in das circa 12 km entfernt liegende Delft.

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Delft ist eine wunderschöne Stadt mit einer vollständig erhaltenen Altstadt. Viele Studenten sind hier unterwegs und natürlich trifft man auch Frau Antje in ihrem Käseladen:

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Frau Blesshuhn bewacht das Jungvolk während Herr Blesshuhn die Nahrung herbeischafft
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Hübsche Blumen gibt es zuhauf
So sehen Döner-Spieße im Rohzustand aus

Wir besuchen die „Oude Kerk“ – die „Alte Kirche“ – mit ihren vielen Grabplatten (Jan Vermeer liegt hier neben vielen anderen begraben) …

Oude Kerk

… und nach einem Mittagessen in einem der Restaurants am Marktplatz …

Delft – Marktplatz – Blick auf die Nieuwe Kerk
Delft – Marktplatz – Blick auf das Rathaus

… besuchen wir die „Nieuwe Kerk„, die „Neue Kirche“ mit dem Prunkgrab von Wilhelm von Oranien und der Gruft des Königshauses der Niederlande.

Nieuwe Kerk
Nieuwe Kerk
Nieuwe Kerk – Grab Wilhelms von Oranien
Nieuwe Kerk – modernes Kirchenfenster

Eine Rundfahrt durch die Grachten dieser schönen Stadt darf natürlich nicht fehlen …

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… dann noch – Risiko – Kauf des uns bisher unbekannten Tulpentees …

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… ein letzter Blick auf das mächtige Rathaus und den nicht minder mächtigen Turm der „Nieuwe Kerk“

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… dann fahren wir mit der Straßenbahn zurück.
Wir steigen aber nicht in Den Haag aus, sondern fahren weiter bis an die Küste, in das mondäne Seebad Scheveningen.
Am Strand ist viel Platz, aber auf der Flaniermeile, die unterhalb des prächtigen Kasinos vorbeiläuft, drängt sich das Volk.

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Wir schlendern noch bis zum Ende des Piers und fahren dann mit der Straßenbahn zurück nach Den Haag.

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Samstag, 18. Juli
Heute bleiben wir in Den Haag, wollen es etwas ruhiger angehen. Das ist nach dem frugalen Corona-Frühstück auch angesagt. Es ist schon etwas mager, was einem da im „Schutze von Corona“ angeboten wird.

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Naja, was heißt langsam angehen … Heute ist Markttag. Der „Haagse Markt“ ist angeblich der größte Straßenmarkt Europas. Wir sind begeisterte Marktgänger und wollen uns den nicht entgehen lassen.
Dort angekommen ist er uns allerdings zu langweilig, irgendwie x-beliebig. Wir durchqueren eine der Budenreihen und verlassen ihn dann wieder.

Haagse Markt
Haagse Markt

Umso besser gefällt uns etwas später die Atmosphäre auf dem „Plein“, also dem großen Platz im Zentrum. Dort gibt es viele Straßencafés und es findet heute der „Französische Markt“ – der „Marie Marchè“ – statt. Dort verbringen wir in aller Ruhe die erste Hälfte des Nachmittags.

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Corona-bedingt einen Abstand von fünf Crêpes einhalten 🙂
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Das wird uns wohl noch länger begleiten.

Nun wollen wir mal schauen, ob man uns trotz Eintrittsbeschränkung ins Escher-Museum lässt.
Auf dem Weg dorthin, in dieser herrlichen „mehrspurigen“ Allee …

Allee „Lange Voorhout“ 🙂

… stoßen wir auf Aufnahmen für das Hochzeitsalbum. Wie sowas Altes sowas Junges doch gleich als viel jünger erscheinen lässt ….

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Und hier schon einmal ein Blick in die Zukunft des jungen Paares

Wir haben Glück. Man lässt uns nach einer nur kurzen Wartezeit ins Museum. Das Escher-Museum ist in einem Palais aus dem 18. Jahrhundert untergebracht, in dem die niederländische Königin Emma bis 1891 lebte. Sehenswert ist es nicht nur wegen der Werke M. C. Eschers, sondern auch wegen der Einrichtungsgegenstände aus der Zeit Königin Emmas.

Escher-Museum
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Jetzt noch ein bisschen durch die belebten Gassen und Straßen der Altstadt bummeln und beim Italiener lecker zu Abend essen, dann geht es zurück ins Hotel.

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Sonntag, 19. Juli
Heute wollen wir unsere Freunde Marga und Bernd in ihrem Chalet im Küstenort Kijkduin besuchen. Dorthin fährt eigentlich die Tram Nr. 3. Und da kommt sie auch schon. Wir steigen ein, fahren eine Weile und schon nach vier Stationen wird verkündet, Endstation, alle aussteigen. ??? Vielleicht haben wir was falsch gesehen. Wir fahren zurück zu unserem Ausgangspunkt, steigen wieder in die Nr. 3. Dasselbe Prozedere. Zwischendrin hektisches Telefonieren mit Marga und Bernd. Wir erfahren, dass die 3 diese Woche wegen Bauarbeiten nicht bis Kijkduin fährt.
Okay, es gibt ja noch einen Bus. Und der fährt glücklicherweise direkt an unserem Hotel ab.

Im Bus nach Kijkduin

Marga und Bernd holen uns mit dem Auto an der Haltestelle in Kijkduin ab und wir fahren zu ihrem Chalet auf einem riesigen Campingplatz. Sehr schön haben es sich die Beiden hier hergerichtet. Da lässt es sich aushalten.

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Wir verbringen mit ihnen einen schönen Nachmittag, Kaffee trinkend, plaudernd, grillend. Zwischendrin machen wir eine kleine Wanderung über den direkt am Meer liegenden Campingplatz, hin zum Strand und durch die Dünen.

Kijkduin – Strand
Dünenbewohner

Montag, 20. Juli
Für 11 Uhr haben wir uns Plätze für eine Grachtenrundfahrt reserviert. Wir haben Glück mit dem Wetter: Herrlicher Sonnenschein bei einer angenehmen Temperatur.

Da freut sich auch die Blume

Schönes Wetter ist auch deshalb wichtig, weil die Brücken Den Haags so niedrig sind, dass nur offene Boote drunter durchkommen.

Da muss auch der Kapitän den Kopf einziehen
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Anschließend fahren wir ein weiteres Mal nach Kijkduin. Marga und Bernd warten an der Bushaltestelle auf uns und wir machen eine lange Wanderung, vorbei an Bunkeranlagen aus dem 2. Weltkrieg, durch eine herrliche Dünenlandschaft und über den weiten Sandstrand.

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Diverse Schiffe liegen vor der Küste vor Anker und warten auf bessere Zeiten
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Am Chalet lassen wir den Tag bei einem guten Essen ausklingen. Wir haben die Zeit mit euch sehr genossen, Marga und Bernd.

Morgen geht es zurück nach Hause.