Österreich macht am 15. Juni die corona-bedingt geschlossene Grenze für Touristen wieder auf. Am Mittwoch, 17. Juni geht es für uns los. Unser Ziel ist das Burgenland.

Etwa auf der Mitte der Strecke liegt Linz. Da bietet sich doch ein Besuch dieser Stadt an. Wir parken das Womo mit Blick auf die Donau auf dem Parkplatz „Urfahrmarkt“. Dort werden wir auch die Nacht verbringen. Zuerst aber wollen wir einen Eindruck von der Linzer Altstadt bekommen.

Linz – am Parkplatz „Urfahrmarkt“

Linz macht auf uns einen quicklebendigen Eindruck. Es herrscht ein ganz schöner Trubel. Von Corona keine Spur. Die vielen Straßenbahnen, die dem Fußgänger mitunter das Leben schwer machen, sind hypermodern. Es folgen ein paar Fotos vom Besuch der Altstadt.

Blick von Urfahr über die Donau in Richtung Linzer Altstadt
Linz – Hauptplatz mit dem Französischen Markt
Linz – Altstadt
Linz – Altstadt
Linz – Altstadt
Linz – Blick vom Schloss auf den Pöstlingsberg mit der Basilika „Sieben Schmerzen Mariä“
Linz – Das Lentos Kunstmuseum hat sein Abendkleid angelegt

Am nächsten Morgen geht es weiter. Wir fahren an Wien vorbei an den Neusiedler See. Podersdorf ist der einzige Ort, der nicht durch einen breiten Schilfgürtel vom See getrennt ist. Da wir natürlich nicht auf das nahezu undurchdringliche Schilf gucken mögen, ist der dortige Campingplatz die einzige Unterkunft, die für uns in Frage kommt.
Und wir werden nicht enttäuscht. Supernettes Personal und eine Sauberkeit der Sanitärgebäude, wie wir sie bisher selten mal erlebt haben.

Der Neusiedler See mit unserem Zielort: Podersdorf

Ein erster Blick an den Strand. Wie so oft in den folgenden Tagen herrscht ein zünftiger Wind, ganz zur Freude der Surfer und Kite-Surfer.

Neusiedler See – am Campingplatz Podersdorf
Neusiedler See – am Campingplatz Podersdorf

In den kommenden Tagen haben wir meist schönes Wetter. Allerdings regnet es auch zwischendrin zwei Tage am Stück. Stört uns nicht. Es ist schön, in diesen Corona-Zeiten mal „rauszukommen“. Wir lassen es langsam angehen, fahren aber auch mal mit dem kleinen Fährschiff nach Rust am gegenüber liegenden Ufer, fahren mit dem Rad in den 13 km entfernt liegenden Nachbarort Illmitz, und wir fahren mit Bus und Bahn nach Eisenstadt. Im Folgenden ein paar Impressionen.
Zuerst von Podersdorf selbst. Podersdorf ist ein sehr gepflegter Ort, der nur an den Wochenenden von den Wienern als ihre „Badewanne“ benutzt wird und dann etwas überlaufen ist. Wir haben die deftigen Mahlzeiten in den Buschenschänken und Heurigen sehr genossen.

Da haben sich doch über den Frühling Wespen ihr Nest an unsesrer Markise gebaut. Die Tiere haben wir wohl während der Fahrt „verloren“.
Podersdorf – der Leuchtturm
Im Heurigen – mehr braucht kein Mensch um satt zu werden
Günstiges Klima für den Lavendel
Podersdorf – da hat sich jemand viel Mühe gemacht
Die Windmühle von Podersdorf mit einer Tschardake, einem kleinen Speicher zum Trocknen und Aufbewahren von Maiskolben


Weinprobe im Heurigen „Fabian

Wunderschöne Sonnenuntergänge gibt es, in toller friedlicher Stimmung:

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Natürlich essen wir nicht nur in den Restaurants oder Heurigen; wir kochen auch am Womo:

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Wir fahren mit der Radfähre – aber ohne die Räder – nach Rust auf der gegenüber liegenden Seite des Sees:

Abfahrt im Hafen am Leuchtturm
Durch den hier ca. einen Kilometer breiten Schilfgürtel laufen wir nach Rust
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Rust ist die Stadt der Störche
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Die wollten wohl nicht fotografiert werden 🙂
Rust
Rust
Rust
Und zurück geht es durch das vom Wind aufgewühlte und deshalb braune Wasser (der See ist an seiner tiefsten Stelle gerade mal 1,80 m tief) …
… mitsamt einigen Flugbegleiterinnen
Und wieder erleben wir die traumhafte Stimmung bei einem schönen Sonnenuntergang
Auch die junge Ente genießt die letzten Sonnenstrahlen
… dann gibt es heute eben keinen Fisch zum Abendessen.
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Wir fahren mit dem Rad durch die steppenartige Landschaft in den Nachbarort Illmitz:

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Mangalitza-Schweine
Illmitz – das haben wir uns verdient
Illmitz – corona-bedingte Sitzordnung in der Kirche

An unserem vorletzten Tag fahren wir mit dem Bus nach Neusiedl am See und von dort mit der Bahn nach Eisenstadt, einige Kilometer westlich vom See gelegen. Eisenstadt ist die Hauptstadt des Burgenlandes. Hier befindet sich auch ein Schloss der Familie Esterházy. Das wollen wir natürlich besichtigen.

Fahrt per Bahn von Neusiedl am See nach Eisenstadt …
… so stelle ich mir einen modernen Nahverkehrszug vor … sehr stylish in seinem Ferrari-Rot 🙂
Eisenstadt – Schloss Esterházy
Eisenstadt – Schloss Esterházy – der Haydn-Saal
Eisenstadt – Schloss Esterházy
Eisenstadt – Schloss Esterházy – Bediensteten-Stube – die Esterházys waren recht großzügige Arbeitgeber

Auch das Weinmuseum im Keller des Schlosses besuchen wir:

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Eisenstadt – Schloss Estherházy – Park mit dem Leopoldinentempel

Ein Highlight unseres Besuchs soll der Besuch der Bergkirche sein. Sie wird auch Haydnkirche genannt. In ihr befindet sich das Mausoleum Haydns und quasi auf dem Dach der Kirche verläuft ein Kalvarienberg. Leider war Beides wegen Renovierung gesperrt.

Eisenstadt – Bergkirche
Eisenstadt – einer der jüdischen Friedhöfe

Der letzte Tag in Podersdorf ist dem Ausruhen gewidmet. Am Abend erleben wir einen weiteren dieser wunderschönen Sonnenuntergänge und dann geht es zurück in die Heimat.
Es tat gut, mal wieder über die Landesgrenzen schauen zu dürfen.

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