Gedanken zu Ende Dezember:
Das wäre es doch: Dem hiesigen Grau-in-Grau entfliehen und Silvester in der Sonne und am Wasser verbringen. In einem Internet-Forum hatte jemand erwähnt, dass der Campingplatz „Miralago“ in Tenero ganzjährig geöffnet hat. Tenero liegt wie Locarno und Ascona im Norden des Lago Maggiore, im Tessin. Ein kurzer Blick in den Wetterbericht: Alles gut!!! :-)

Und so packen wir unser Wohnmobil und fahren am Sonntag in den Süden. Auf dem Campingplatz bekommen wir den letzten Stellplatz. Diesmal allerdings nicht, wie in der letzten Zeit so oft, in der ersten Reihe. Denn dort stehen die wohlhabenden Schweizer, die so ganz einfach mal kurz über den St. Gotthard in den südlichen Teil ihrer Republik „schippern“. Die Wohnmobile, die da stehen, bezeichnet man auch gerne mal als „Landyacht“. Kostenpunkt so ab 300.000 Fränkli.

Wir sind jedenfalls sehr happy, dass es noch geklappt hat, und die Atmosphäre auf dem Platz empfinden wir von Anfang an als sehr entspannend. Die Zeit bis zum Sonnenuntergang verbringen wir am Strand und genießen den herrlichen Sonnenschein. Die Palmen am Wasser präsentieren sich im Wintermantel.
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Weiter hinten am Platz ist das wohl nicht nötig, und nach Einbruch der Dunkelheit sehen wir, wie liebevoll der ganze Campingplatz noch weihnachtlich beleuchtet ist.
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Einige Wohnmobile tragen das ihre zum Weihnachtsgefühl bei:
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Am Silvestertag besuchen wir die Gegend um den Campingplatz „Lago Maggiore“, auf dem wir uns in den vergangenen 25 Jahren so oft aufgehalten haben …
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… und beschließen den Nachmittag dann wieder an unserem Strand. Es ist herrlich, den letzten Tag des Jahres in der Sonne verbringen zu können.
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Dann gönnen wir uns im Wohnmobil ein schönes Abendessen und erwarten den Jahreswechsel.
Der Himmel ist klar …
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… alles bereit für ein wunderschönes Feuerwerk … aber die Tessiner feuern nicht. Ein paar müde Raketen über Locarno, das war’s. Da sind wir vom Nationalfeiertag der Schweizer anderes gewöhnt.
Dafür lädt der Campingplatz nach Mitternacht zu superleckerer Gulaschsuppe mit Freibier an den Strand ein. Sehr nett!
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Die Tische und Bänke allerdings bleiben leer (siehe den Reif auf den Oberflächen).
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Auch in den uns nun noch verbleibenden drei Tagen haben wir Glück mit dem Wetter. Die Sonne scheint und der Nordfön liefert uns Temperaturen bis 10 Grad. Zweimal laufen wir auf dem wunderschönen Weg am See entlang nach Locarno. Hier noch ein paar Fotos von diesen Wanderungen:
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Eislaufen "unter Palmen" - im Sommer findet hier, auf der Piazza Grande von Locarno, das berühmte Film-Festival statt

Eislaufen „unter Palmen“ – im Sommer findet hier, auf der Piazza Grande von Locarno, das berühmte Film-Festival statt


Die ersten Kamelien blühen

Die ersten Kamelien blühen


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Der kleine Hafen von Minusio

Der kleine Hafen von Minusio


Der Nordfön macht ganz schön Wellen

Der Nordfön macht ganz schön Wellen

Hätten wir nicht für die kommende Woche einen Trip nach Venedig geplant, würden wir gerne noch ein bisschen bleiben. So aber fahren wir am Freitag nach Hause. Herrlich waren sie, die Tage in der Sonne!